.....Twiggers Geschichte....

80g.....- unser persönliches Wunder

Am 18.08.2008 war es so weit, bei unserer Hündin Insha setzten die Wehen ein.

Die ersten beiden Welpen kamen schnell hintereinander, proper und normal gewichtig. Beim dritten dann schauten wir uns traurig  und skeptisch an – die Waage bestätigte unseren Gedanken: “Viel zu leicht: 80g”.

Ein Rüde mit 80g? Doch er war fit, munter und atmete sofort, wir rubbelten ihn mit trocken und trotz seiner Winzigkeit machte er einen guten Eindruck.

Bei dem Federgewicht hatten wir trotzdem kein gutes Gefühl. Kurz nach der Geburt hing er aber schon mit an der Zitze und trank auch. Es reichte ihm die Hand unter zu legen, es fehlte einfach nur die Größe.

Wir versuchten außerdem ihm etwas  mit der Pipette zu zufüttern, was ihm aber so gar nicht schmeckte, also ließen wir es dann. Erzwingen bringt nichts und schadet nur.

So sahen wir zu das er auch wirklich alle zwei Stunden mit an die “Milchbar” kam und trank. Insha putzte, pflegte und hegte den Winzling genauso wie ihre anderen Welpen und er lag immer mitten unter seinen sechs Geschwistern.

Ich sah immer wieder in die Wurfkiste und schüttelte verwundert und ungläubig den Kopf.

Nach einem Tag hatte er sein Gewicht gehalten, am zweiten Tag nahm er 10g zu.......langsam steigerte er sich auf 20g pro Tag....bis er dann 30g zunahm. Das war schon enorm – wenn man sein Anfangsgewicht bedenkt.

Die Skepsis blieb trotzdem, daß er es eventuell doch nicht schaffen würde, aber er zeigte keinerlei Schwäche. Hing er erst einmal an der Zitze ließ er sich so schnell nicht verdrängen und hing daran wie festgeklebt.

Als die ersten Tage vergangen waren nannten wir ihn “kleiner Kämpfer”, aber erst nach 2 Wochen wagten wir den Gedanken, das er es wirklich schaffen würde – mit 80g Wurfgewicht.

Für uns ein kleines Wunder, eine unglaubliche Geschichte und so sollte er auch heißen:

Dirasca`s Unbelievable Story

Die gesamte Säugezeit über hatten wir immer ein Auge auf ihn um ihn zu unterstützen, damit er nicht von den Zitzen abgedrängt wurde. Auch wenn er gut zunahm, eilten ihm ja seine Geschwister fast im gleichen Tempo voraus.

Zum guten Schluß hatte er sogar auch seine Lieblingszitze, die er auch vehement verteidigte.

Er war genauso fit und munter wie seine Geschwister, und später fiel auch der Größenunterschied nicht mehr so kraß auf. Vom ersten Tag an funktionierte auch organisch alles ....er war seinen Geschwistern einfach nur 3-4 Tage hinter her. Er machte seine Augen 3-4 Tage später auf, auch seine Zähnchen bekam er um diese Zeitspanne später. Raufen, balgen und knurren kann er aber wie die Großen (vielleicht ein ganz, ganz bißchen leiser) .

Wir gaben ihm unsere Herzen und unsere Hände zur Unterstützung, das hatte gereicht – den Rest besorgte die Natur. Wir sind dankbar dafür, daß er es geschafft hat.

Für uns ist es ein persönliches, Kleines Wunder, das anderen Züchtern vielleicht etwas Mut machen soll.

 

03.01.2009 - Leider zeigen sich nun doch gewisse gesundheitliche Probleme, die wir aber nun hoffnungsvoll Alternativ behandeln werden. Mit Zuversicht werden wir weiter mit Twigger “kämpfen”......er wollte von anfang an (ohne grosses päppeln) leben und das soll er so gut wie möglich können......

13.08.2009 - Zwischenzeitlich schmeckt ihm sein Futter nicht mehr so wirklich, er wurde etwas lustloser und  seine Werte wurden etwas schlechter. Aber nun sind wir dank einer anderen Tierheilpraktikerin wieder auf dem richtigen Weg. Seine Werte haben sich erstaunlich verbessert und er ist auch wieder besser “drauf”. Wir freuen uns sehr und feiern nun bald seinen ersten Geburtstag.

11.04.2010 - Twigger geht es sehr gut. Er frisst und spielt und ist einfach “gut drauf”. Wir freuen uns jeden Tag über diesen Herzenshund.


Monika Rasche . Driftenweg 33 . 32425 Minden . Telefon 0571/ 6 13 91 . e-Mail: dirasca@gmx.de

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